English text below. Die Wurzeln: Von der Subkultur zur Struktur Bevor der Verein offiziell existierte, war Karlsruhe bereits Schauplatz einer aktiven Graffiti-Szene. Was Mitte der 80er-Jahre klein begann, entwickelte sich bis Ende der 90er zu einer prägenden Subkultur. Doch mit der steigenden Präsenz im Stadtbild wuchs auch der Druck: Eine polizeiliche Sonderkommission (SoKo) und öffentliche Kampagnen kriminalisierten die Graffitikultur in der Stadt. Gründung als Antwort (2001) Als Reaktion auf diesen Repressionsdruck und willkürliche Hausdurchsuchungen wurde am 26. April 2001 der Verein gegründet, um der Szene eine Stimme zu geben.Zunächst als „Verein zur Förderung der Graffitikunst“, später zur Förderung der gesamten „Hip-Hop-Kultur“ und heute schlicht als Farbschall e.V. So halten wir das Spektrum maximal offen – wobei Graffiti und Breaking nach wie vor unser Herzstück bilden. Unsere Philosophie: Alltag statt Klischees Farbschall möchte kein Verein für „Weekend Warriors“ oder reine Event-Kultur sein. Wir versuchen vielmehr, nachhaltige Strukturen im Hintergrund zu stärken. Unser Ziel ist ein sozialer, unabhängiger und möglichst niedrigschwelliger Alltag für alle, die sich in dieser Kultur zu Hause fühlen – unabhängig von Niveau, Finanzen oder Herkunft. Landmark: 2005 & Das „Team Combo“ Ein Wendepunkt war die Eröffnung des bundesweit ersten soziokulturellen Hip-Hop-Zentrums „Combo“ in Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit […]