Kultur in Karlsruhe, eine Plattform der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH präsentiert und startet Aktionen für Karlsruhe.
In einer neuen Serie auf YouTube widmet sich der Kanal Graffiti, Street Art, Urban Art etc. in Karlsruhe. Von nun an werden bei Kultur in Karlsruhe, Standorte und Werke von verschiedenen Akteuren aus der Stadt präsentiert.
Das Intro der Serie, mit dem Kultur in Karlsruhe Logo wurde von „Ceon“ Rene Sulzer an die Wand gebracht.
Teil 1 wurde im Sommer 2021 am Hip Hop Kulturzentrum, der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Karlsruhe. dem Combo gedreht.
Im Auftakt spricht Buddy / Baske ein paar Worte und erklärt ein paar Dinge zur Sache.
Expostation 2021 auf dem Areal C ist History. Oder wie wir sagen würden: Eine weiter Station hinter uns, und viele weitere Stationen vor uns.
Neben Erinnerungen von Zeitzeugen bleibt uns die Dokumentation als Werkzeug. Für sich selbst als Gedankenstütze und um anderen das Vergangene zugänglich zu machen. Daher arbeiten wir an einem Buch zur ExpoStation im Areal C. Angedacht ist es im späten Frühjahr 2022 zu veröffentlichen.
Wir freuen uns auch sehr das ein Teil der ExpoStation im Areal C 2021 von unseren Freunden von Montana Cans dokumentiert wurde. Auf ihrem Blog findet man Infos, Bilder und Videos zur Wand die CanTwo und Atom in Karlsruhe gemalt haben.
06. Oktober – 30. Oktober 2021 Outdoor immer. Indoor Mittwoch – Sonntag 11:00 Uhr – 20:00 Uhr
Urbane und Zeitgenössische Ausstellung. Graffiti, Style Writing, Urban Art, Street Art, Fotografie, Malerei… Indoor und Outdoor.
Vom 06. Oktober bis 30. Oktober findet „ExpoStation 2021 – Urbane und Zeitgenössische Ausstellung“ auf dem Areal C in der Nordstadt von Karlsruhe statt. Werke von über neunzig Künstler und Künstlerinnen sind Indoor und vor allem Outdoor zu besichtigen.
Teile der Ausstellung sind im Sinne des puristischen Graffiti „Style-Writing“ bis hin zu Installationen, Mix Media, Fotografie, traditionelle Malerei. Der gemeinsame Kontext aller teilnehmenden Künstler bei „ExpoStation“ ist die Schnittstelle und der Background „Graffiti“.
Abyz, AaronZeitz, AirMax1, Alecks, Amte, AtomOne, Bar, Basco, Baske ToBeTrue, Can2, Chris Graff, Calm, Cesk, Chöc, Core el Draw, Danke, Dater127, David, Deal, Deore, Diaz Uno, Dieter Martus, Dizoe, Dome, El Rico, Emesa, Enrico Bach, EsOne, Franky Freeze, Fabio „Snow“ Perrone, Fuego Fatal, Fuse, Gabse, GiorgioEazy, Gismo, Gregor Lau, Hombre, Hombre Montero, HuckleMary, Intro, Jase, Kane, Lazy Vaude, Low, Mano, Marius Irth, Matriks, Moter, Mose, Nose, Obskur87, Paul Simon, Peso, Ralf Gudat, Relox, Rene Sulzer, Ries, Romey, Sandie, Skope, Scotty76, Sebastian Bauer, Senzi, Shick, Sier, Simon Lalia, Sigma, Smile, Some, Stok La Rock, Story5, Super Soker, Sure, Svlech, SweetUno, Symbios, Tali, Time, Tomek, Tone, Toxin, Trak, Ultras, Vers, Wuam, Yeko …
Die ExpoStation Idee
Unter den Akteuren (die lange Zeit auf eine Definition für ihre Ausdrucksform verzichtet hatten) als „Writing“ bezeichnet, von den Medien als Graffiti oder Street Art betitelt, formte sich in den 60er Jahren an der Ostküste der USA eine Bewegung, die sich rasch zu einer interkontinentalen Lawine entwickelte, die Anfang der 80er Europa erreichte.
Die Symbiose mit den zeitgleich und unter gleichen Umständen entwickelten neuen Tanz- und Musikformen, brachte das Pseudonym „Hip Hop“ zur Welt. Die heute wohl größte Jugend- und junge Erwachsenen Kultur. Jeder dieser Ausdrucksformen und ihre Ableger kann für sich selbst existieren, als auch weiter im Kontext von Hip Hop. Das kann jeder für sich selbst entscheiden.
Die Bildsprache und seine Dynamik trafen und treffen auf renommierte gesellschaftliche und kulturelle Strukturen, weit über die Hinterhöfe, Zugdepots, Toiletten und Schulbänke hinweg. Die Kultur entwickelt sich stetig weiter und so schreiten auch die urbanen Protagonisten und ihre Werkzeuge voran. Graffiti, Writing, Schablonenmalerei, Sticker, Poster, Digital und etliche andere Formen gehören heute zum festen Bild und zur Darstellung des Urbanen Alltags. Sowohl die Bildsprache als auch ihre Strategien, Musik, Tanz, Lebensstil und Philosophien hielten Eingang in die Gesellschaft. Viele der Künstler sind, wenn sie nicht selbst von der Kunst und ihrer Kultur leben, in Branchen als Designer, Grafiker, Illustratoren, Berater, Fotografen, Redakteure und in anderen verwandten Creative Jobs tätig.
Mit diesem Ansatz und mit der Diversität der Akteure wurde die Idee zu „ExpoStation“ 2008 vom Karlsruher Graffiti Akteur „Baske ToBeTrue“ geboren.
Expo – für Exposition im Kontext von Ausstellung und Darstellung.
Station – für Haltestelle als auch als Momentaufnahme in einem fortwährenden Prozess.
Etliche Stationen liegen hinter uns. Etliche Stationen werden noch folgen.
Das „Combo“- Hip Hop Kulturzentrum Karlsruhe wird von der Mobilen Jugendarbeit Karlsruhe, Farbschall e.V. und Vertretern aus der regionalen Hip Hop Szene getragen. Im Zusammenschluss mit Aktiven, Freunden und Förderer präsentieren wir uns gerne als Team Combo.
Im April 2005 startete das „Combo“- Hip Hop Kulturzentrum Karlsruhe. Ohne die Strukturen des Vereines Farbschall e.V. wäre dies und vieles andere bis heute nicht machbar.
Farbschall e.V. wurde im Jahr 2001 gegründet.
Wie es dazu kahm?
Eine konkrete Graffitiszene ist in Karlsruhe seit Ende der 80er Jahre aktiv.
Bis Anfang `98 war Graffiti in Karlsruhe kein kommunalpolitisches Thema. Die kleine aber feine Szene setzte legale und auch illegale Akzente durch ihre beeindruckenden Bilder, die die Stadt mehr oder weniger verschönten. Die Anzahl der „Tags und Bombings“ war für die Größe der Stadt vergleichsweise bescheiden.
Im Frühjahr `98 kam alles ganz anders!
„Sicherheit und Sauberkeit – Karlsruhe zeigt Verantwortung“ war der neueste Slogan und damit der Schlüssel zur negativen Wende (nicht nur in Karlsruhe).
Der schon vor Monaten gegründete Sicherheitsrat der Stadt Karlsruhe kündigte unter diesem Slogan den Kampf gegen die Drogenszene, gegen die Taschendiebe und was die Sauberkeit betraf, auch den Kampf gegen die örtliche Graffitiszene an.
1999 wurde ein Arbeitskreis gebildet mit dem harmlosen Namen: „Graffiti – Kunst oder Schmiererei?“. Parallel dazu richtete die örtliche Kripo eine Sonderermittlungsgruppe (wir sagen lieber SoKo) gegen die Sprayer ein. In wenigen Monaten wurde aus einer tolerierten Jugendkultur eine Bande von Verbrechern, die bekämpft werden musste.
Üble Hausdurchsuchungen, heftige Verhöre und zahlreiche Verhaftungen waren die Folge. Plakate gegen die Sprayer prägten das Stadtbild. Da die SoKo auch öffentliche Veranstaltungen in Karlsruhe observierte, drohte die Graffitikultur in Karlsruhe kriminalisiert zu werden.
Die Sprayer aber ließen sich nicht unterkriegen. Gerade die älteren und erfahreneren Sprayer erkannten das derzeitige Risiko, und zeigten Verantwortung, indem sie eigenständige Graffitiaktionen und „Jam‘s“ organisierten, in denen sie ihre Lebenswelt kreativ und friedlich demonstrierten.
In monatelangen zähen Verhandlungen konnte die Stadt Karlsruhe davon überzeugt werden, dass neben der Bekämpfung der Szene den jungen Leuten auch die Möglichkeit gegeben werden muß ihr tun legal zu betreiben. Dadurch konnten neue „Hall of Fames“ im Sommer 1999 durchgesetzt werden.
Karlsruhe hat durch die derzeitige Entwicklung eine seltsame Pseudoberühmtheit in zweierlei Hinsicht erlangt. Zum einen wurde Karlsruhe durch die vielen „Hall of Fames“ in Sprayerkreisen populär, zum anderen jedoch wurde der Leiter des Arbeitskreises, seines Zeichen Chef der örtlichen Polizeibehörde als Experte nach Berlin in den Bundestag gerufen, um dort den CDU/FDP Antrag zu einem Graffitibekämpfungsgesetz zu unterstützen. Der Gesetzesentwurf wurde abgelehnt!
Im Sommer 2000 wurde die Stadt erneut mit Plakaten zur Graffitibekämpfung übersäht. Diesmal wurden Hausbesitzer auf ihre Schadensersatzansprüche hingewiesen mit dem Aufruf: „Melden auch Sie Schmierereien“ .
Auch in diesem Jahr werden die Bürger mit einer neuen Plakatvariante zur Graffitibekämpfung überall in der Stadt konfrontiert. Jetzt waren die Eltern dran: „Wie Kinder und Jugendliche ihre Familie in den Ruin treiben können“.
Die Stimmung in der Karlsruher Sprayer-Szene wurde zunehmend gereizter, während die Vorgehensweise der Polizei rabiater wurde. Eine groß angelegte Durchsuchungsaktion, bei der zeitgleich um 6.00 Uhr in der Frühe bei 30 Sprayern die Wohnungen durchsucht wurden, belegen den Aufwand der Strafverfolgungsbehörden.
Um einen Gegenpol gegen die pauschale Negativdarstellung von Graffiti in der Öffentlichkeit zu setzen und als ein offizielles Organ zu werden, beschlossen interessierte Menschen einen Verein zur gründen. In diesem Zuge wurde am 26.04.2001 der Verein „Farbschall e.V. – Verein zur Förderung der Graffitikunst“ gegründet.
In den ersten Jahren war der Fokus auf Graffiti gerichtet. Ab 2003 fördert der Verein alle Elemente der HipHop Kultur und hat sich folgerichtig umgenannt. Rest is History.
Farbschall e.V. – Verein zur Förderung der HipHop-Kultur
Der Bereich in der ExpoStation der vielen der 3.200 Besucher*innen besonders Spaß gemacht hat. Das „Gästebuch“ der Ausstellung die vom 24.Juli – 2.August 2020 in Karlsruhe stattfand.
Mit diesen Bildern ist die „Best of ExpoStation“ Reihe hier erstmal abgeschlossen.
Wir danken an dieser Stelle nochmal allen Besucher*innen, Unterstützer*innen, der Heimstiftung Karlsruhe für die Möglichkeit im Sybelcentrum gutes für die Spendenaktion Keine kalten Füße zu tun. Wir danken den Menschen bei der Stadt Karlsruhe die die Sache unterstützt und machbar gemacht haben. Und vor allem danken wir all den Artists die eine Sache wie ExpoStation 2020 überhaupt erst durch ihr wirken möglich machen. Danke!
Nun ist es schon gut ein halbes Jahr her seit die Karlsruher Graffiti Szene und ihr Freundeskreis eine Ausstellung in den temporär leerstehenden Räumen des Sybelcentrums realisierte. Der ExpoStation 2020.
Werke rund um die Urbane Kultur wurden auf drei Stockwerken des Sybelcentrums von Freitag, 24. Juli bis Sonntag, 2. August 2020 präsentiert.
Jeder der über 50 ausstellenden Menschen bei ExpoSation hatte einen Graffiti / Writing Hintergrund oder eine Schnittstelle mit der Kultur.
Am Start waren: Aaron, Abyz, Alecks, Amte, Armend G, Aroma, Baske ToBeTrue, Core, Czolk, Daniel Frank, Danke, David, Deore, Diaz, Dieter Martus, Dizoe, Dome, Döser, Dr. Heidi Pfeifenberger, Emek, Emesa, Fabio Snow Perrone, Fuse, Hombre Montero, Janosch, Lazy Vaude, Low, Marius Irth, Meta, Mose, Moter, Nico Birdcage, Open, Paul Gärtner, Ralf Gudat, Rene Sulzer, Rocs, Romey, Ryos, Sebastian Bauer, Shick, Sigma, Simon G, Simon Lalia, Story 5, Sure, Super Soker, Swoof, Symbios, Trak, Ultras, Wuam, Zonk, …
Die Bandbreite der Arbeiten reichte von (im Sinne des Graffiti Writing Kontexts) puristisch gehaltenen Arbeiten bis hin zu Werken, die auf den ersten Blick nicht mit der Kulturbewegung direkt in Verbindung gebrachten werden würden.
Alle Einnahmen durch den Verkauf von Werken und des begleitenden Buch auf der ExpoStation gingen als Spende an das Sybelcentrum der Heimstiftung Karlsruhe.
In den 10 Ausstellungstagen von Ende Juli bis 2. August kamen 3.200 Besucher*innen in das Sybelcentrum. Es wurden 86 Arbeiten und zahlreiche Ausstellungskataloge verkauft. Wir freuen uns sehr über die große Spendenbereitschaft der Besucher*innen, so dass am Ende nun ca. 28.000 € für die Sanierung des Hauses zusammen gekommen sind.
Wir sind überwältigt von der Summe und bedanken uns ganz herzliche bei allen Künstlerinnen und Künstlern, die nicht nur ihr eigenes Material, ihre Zeit und ihr Können dem Sybelcentrum und somit den Kindern und Jugendlichen gespendet haben, sondern auch eben die Erlöse ihrer verkauften Arbeiten und des Kataloges. One Love!
Bis jetzt hatten wir nur BiIlder auf Social Media gezeigt. Nun wollen wir euch in nächster Zeit einige Best of und Details aus den Räumen bei der ExpoStation 2020 zeigen.