Das Combo ist bekanntlich immer wieder Anlaufpunkt für Interessierte und Gleichgesinnte.
Sei es von Menschen die etwas über die Hip Hop Kultur oder ihren Elementen etwas erfahren wollen. Personen oder Firmen auf Suche nach einem Künstler der ihre Wände gestaltet.
Musikbegeisterte die sich mal in einem Tonstudio versuchen wollen. Auf der Suche nach Tänzern bei uns anklopfen und so weiter. Und natürlich auch von aktiven der Hip Hop Bewegung.
Die Qualität des Hauses lebt nicht nur durch sein da sein. Vor allem lebt und atmet es den Austausch.
Ob regional oder International, dass Combo ist zu einer Achse der Kultur gewachsen. Immer wieder profitiert, erfahrt der Laden das Privileg Gäste aus verschiedensten Ecken der Welt begrüßen zu dürfen. Spanien, Frankreich, Luxembourg, Österreich, Schweiz, Niederlande, Russland, USA, Süd- Korea… und so weiter und so fort. Bis vor kurzem waren Tänzer aus Mexiko da. Nun sind 4 Menschen aus der Ukraine für ein paar Tage im Combo.
Die East Side B-Boys kommen wie der Name schon erahnen lässt, aus dem Osten des derzeit mit Unruhe geplagten Landes. Auf Politische Aspekte wollen wir hier nicht eingehen. Doch aus erster Hand Informationen zu den Geschehnissen zu bekommen, hilft einem seinen Blickwinkel zu erweitern.
Die EastSide B-Boys gehören derzeit zu einem der Top Teams der Welt. Was sie gerade erst durch den Sieg über ein USA- Allstar Team bei „Burn Battle School“ unter Beweis stellen konnten.
Nicht nur dadurch sind sie im Combo keine Unbekannten. Schon 2006 hatten wir Besuch von ihnen, damals noch eine junge aufstrebende Crew. Nun sind sie auf einer kleinen spontanen Europa Tour. Auch um ein wenig den Kopf von Zuhause frei zu bekommen. Ihre Station in Karlsruhe arrangierte diesmal der lokale B-Boy und Team Combo Member „Flex Holik“.
Mit Unterstützung von Doro´s Dance Stage wurde letzten Freitag auch spontan ein Workshop auf die Beine gestellt. Dazu findet ihr hier einige Bilder. Made by Typ X Tatse
Sicherlich werden Aktionen wie diese nicht die letzten sein. Im Combo und um sein Team läuft es. Das Haus und seine Möglichkeiten sind oft am Anschlag und auch manchmal darüber. Wir probieren weiter zu machen wie es uns möglich ist und danken jedem, ob aus Karlsruhe oder aus einem anderen Fleck der Welt. Jedem der in Vergangenheit Impulse gesetzt hat, und jedem der dies in Zukunft tut.
Weiter geht’s!
Das Combo Hip Hop Kulturzentrum wird bald auf eine zehnjährige Geschichte zurückblicken. Die History einiger Protagonisten in und ums Team Combo ist deutlich älter.
Nach unserer Philosophie betrachten wir Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als eine Gemeinschaft die voneinander lernen und sich entwickeln kann.
Jeden Tag leben und agieren Menschen nach Prinzipien. Die Gemeinschaft in und um das Combo Fokussiert sich in ihrer Entwicklung mit offenen Zielen. Stationen werden dabei nicht ausgelassen. Man könnte Konfuzius zitieren: Der Weg ist das Ziel.
Gelegentlich betrachten wir welche Station, und nicht nur in linearer Reihenfolge, beschritten wurden.
Das Vergangene Wochenende ist einer solchen Betrachtung gewidmet.
In Luxemburg fand ein Graffiti Meeting statt. In Rüsselsheim wurde das Royal Battle Germany veranstaltet und im Combo Studio arbeiten einige Musiker an Beats and Rhymes.
Bei allen Aktionen mit Beteiligten des Team Combo. An dieser Stelle wollen wir klarstellen das Team Combo eine freie Gemeinschaft von individuellen und verschiedenster Gruppen ist. Eine Gemeinschaft unterschiedlichster Elemente mit Verbundenheit zum Combo Hip Hop Kulturzentrum und seinen Weggefährten. Wenn nun wie am letzen Wochenende auf verschiedensten Ebenen Stationen betreten wurden. So sehen wir in die Vergangenheit und sind dankbar das sie uns zu einer Gegenwart geführt hat in der wir sagen können, wir freuen uns auf die Zukunft.
Team Combo in Action:
Beats and Rhymes im Combo Studio.
Finale Battle Royal Germany – Flex Holik vs Chau-Lin:
Vor ca. einem Jahr hatten wir zum ersten mal Besuch von einem Graffiti- Maler aus Krasnodar, Rußland. Gooze kahm damals ins Combo um sich ein Bild des Kulturzentrum zu machen und eine Wand mit Baske zu malen. Siehe hier: http://team-combo.de/from-krasnodar-to-karlsruhe/ Im Oktober 2014 fand der Gegenbesuch statt. Baske und Flex Holik reisten in die Karlsruher Partnerstadt. Vor Ort wurde die örtliche Graffiti und B-Boy Szene kennengelernt. http://team-combo.de/team-combo-in-krassnodar-russia/
Nun führte es Gooze wieder in die Fächerstadt. Diesmal bemalten Gooze und Baske eine Fläche an der Alb / Kühler Krug. Das Ergebnis sieht ihr hier:
Neben Bilder von der Aktion möchten wir euch heute auch ein paar Fakten über die „Kleine Kirche“ mitgeben.
Ein Geschenk für die Prinzessin Amalie
Die Vorgängerin der Kleinen Kirche, von 1719 bis 1721 erbaut, war ein Geschenk des Stadtgründers, Markgraf Carl Wilhelm, an seine Schwiegertochter Prinzessin Amalie von Nassau-Oranien/Dietz, die der reformierten Kirche angehörte. Das mit Holz erbaute Gotteshaus wurde sehr schnell baufällig, so dass nach wenigen Jahrzehnten ein Neubau erforderlich war. In den Jahren 1773 bis 1776 wurde die neue Kirche vom Fürstl. Markgräfl. Bad. Baumeister Wilhelm Jeremias Müller erbaut.
Zur Architektur
Sie wurde mit rotem Sandstein gebaut und im ‚Louis-seize-Stil‘ gehalten und war bestimmt für die reformierte Gemeinde. Im Jahre 1807 bekam die Kirche ihr erstes Geläut.
Besitz der evangelischen Gemeinden
Als sich 1821 die reformierten und evangelischen Kirchen zusammenschlossen, ging die Kirche in den Besitz der evangelischen Gemeinde über.
Zerstörung
Bei einem Fliegerangriff im September 1944 wurde die Kirche zu fast fünfzig Prozent zerstört. Unter Oberbaurat Herrmann Zelt begann 1946 der Wiederaufbau, wobei nur geringfügige Änderungen am ursprünglichen Baustil vorgenommen wurden. Im Beisein des Oberhauptes des Großherzoglichen Hauses, Markgraf Berthold von Baden, fand im November 1949 der erste Gottesdienst in der wiedererrichteten Kirche statt.
Nicht vor all zu langer Zeit wurde das Team Combo von Dirk Keller, Pfarrer der Stadtkirche, angefragt, ob wir uns vorstellen könnten die aktuelle Holzverkleidung der „Kleinen Kirche“ zu gestalten. Im Rahmen der Europäischen Kulturtage jährt sich 2014 zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkrieges. Deshalb auch die Thematik „Frieden und Krieg“. Die Umsetzung des Themas wurde uns frei überlassen.
Kein leichtes Projekt, genau das Richtige für das Team Combo. Baske traf sich mit Pfarrer Keller und schlug ihm vor, hauptsächlich mit Typographien zu arbeiten. Zu einem die Essenz des Graffiti Writing, zum anderen die Idee um Wörter, Geschichten und Erlebnisse von Menschen zum Thema Frieden und Krieg zu visualisieren. Pfarrer Keller lieferte uns dazu Texte von Menschen, die Zeitzeugen waren, aus seiner Gemeinde. Einige Textelemente werden vom Team Combo und Freunden noch hinzugefügt. Auch einige Abbildungen der Stadtkirche sowie der Kleinen Kirche werden angebracht – unter anderem Bilder der Kirchen als Kriegsruinen.
An dieser Stelle wollen wir euch täglich über den Verlauf des Projektes auf dem Laufenden halten. Montag der 28. April war Start der Aktion die bis zum 2.Mai geplant ist.
Letzte Wochenende war das Team Combo zu Gast bei der LOS CABALLEROS CREW „10 YEARS OF RAWNESS“ ANNIVERSARY JAM in München.
Am Nachmittag malten Baske, Kazim, Epik, Loomit, Eazy, Sckre, Matrix und Wisk an der Kulturfabrik ein ordentliches Stück Wand.
Am Abend ging es im Feierwerk, seinem Namen gerecht ordentlich zur Sache. Gäste aus allen Ecken der Republik, Frankreich, Schweiz, Österreich, USA… zelebrierten ein ordentliches Jubiläum.
Ich hatte eigentlich vor hier einiges mehr von dem Event zu schreiben. Allerdings könnte der Artikel für den der nicht vor Ort war un-authentisch wirken. Bei soviel Lob und Superlativen für die Veranstaltung und was die Los Caballeros und ihre Gäste…alter falter… Deswegen von uns ohne größeren Text einige Bilder. Sicherlich tauchen die Tage noch Videos in den bekannten Portalen auf. Wir empfehlen euch die Augen danach auf zu halten.
Das Combo ist immer wieder mal Station für Hip Hop Akteure aus der ganzen Welt. Internationale Austausch findet auf verschiedensten Arten statt. Nicht immer sind es von langer Hand geplante und von Institutionen geförderte Projekte. Meistens ist es so das die Szene sich unabhängig und freiwillig organisiert und Netzwerke pflegt. Der Erfahrungsaustausch, die Weiterbildung der eigenen Fähigkeiten und um einfach eine gute Zeit zu haben. Seit jeher Aspekte die die internationale Kultur auf sozialer Ebene am Leben halten und festigen.
Untermauern können wir diese These am besten mit dem aktuellen Video unsere Mexikanischen Freunde der Rhythm Invade Crew.
Im Sommer 2013 waren sie für 3 Monate in Europa unterwegs. Neben Norwegen, Schweden, Holland und Frankreich waren sie auch zu Besuch beim Team Combo in der Fächerstadt. Ihre Mission, sich in B-Boying weiter zu entwickeln und Gleichgesinnte zu treffen. Ihren Trip haben sie eindrucksvoll in einem Videoclip zusammengebastelt den ihr direkt hier unten ansehen könnt.
Der Gegenbesuch ist schon geplant. Ein kleines Team aus Karlsruhe wird im Mai nach Mexico reisen. Wir werden hier an dieser Stelle darüber berichten.
The Preys Wall 2014 @ Combo mit ZS – Sure – Sier – Fuego – Baske und Rast
Durch den Karlsruher Writer Sure initiiert kamen am Weekend paar alte Herren zusammen um sich dem gepflegten Farblack Fetisch zu frönen. Fuego aus Frankfurt, Rast aus Leonberg, ZS aus Wuppertal sowie die Karlsruher Sure, Sier und Baske. Trotz Regenschauer am Samstag wurde entspannt über zwei Tage das Beutetier (Preys) Thema in Form und Farbe umgesetzt. Tatse von Typ x Taste hat das ganze mitbegleitet und ein kleines Video davon produziert.
Paris die Stadt der Liebe? Für manch einen mag das wohl so sein. Für das Combo allerdings war es am ersten März Wochenende des Jahres das Reiseziel in puncto Tanzkultur.
Ganze 32 Team Combo Beine fanden mit Unterstützung der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Karlsruhe den Weg vom badischen Rhein an die Metropole an der Seine.
Neben obligatorischem Sightseeing standen zwei Tanz Veranstaltungen auf der Agenda.
Samstags das Chelles Battle Pro und Sonntag ging es zum Just Debout / Just 4 Rockers in die Arena Paris Bercy.
Viele Eindrücke und Geschichten und nicht ansatzweise in Bild und Ton fest zu halten.